6. Melisyn

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>>Meli- was?<< Was hat er da gesagt?

>>Du bist eine Melisyn. Das sind Wesen die es nur fünfmal auf der Welt gibt. Nachdem alle sterben, werden neue fünf auserwählte geboren.<<

Ich hörte ihm still zu, jedoch zweifelte ich an seine Geschichte.

Er fahrte fort. >> Jedes Melisyn bekommt seine eigene Gabe. Du kannst Menschen heilen, indem du singst. Deine Gabe ist was besonderes und vollbringt eigentlich nur gutes. Nur Wissenschaftler sind heiß auf sowas, wenn sie dich in die Finger kriegen, wirst du ein Versuchskaninchen, und wenn sie damit fertig sind, schlitzen sie dich auf und untersuchen deine Innereien. Andere wiederum, wie zum Beispiel Kyle, wollen dich gefangen halten und deine Gabe, um selber niemals krank zu werden und altern zu müssen.<<

Als er fertig war sah ich wieder gerade aus, auf die Straße. Das klang alles ziemlich unglaubwürdig. Er nahm mich doch sicher wieder bloß auf den Arm. Aber er sah nicht wirklich aus als würde er spaßen. Jedoch interessierte mich noch etwas.

>>Und wieso weißt du über mein Geheimnis und ich nicht?<< Fragte ich ihn.

>>Bevor ich dir diese Frage beantworte, will ich das du mir versprichst nicht auszurasten. Du bist mir wichtig geworden, in den Jahren und du bist die erste wo es mir wirklich Spaß macht dich zu beschützen.<< er machte eine Pause und dachte wahrscheinlich nach wie er am besten weiter reden sollte.

Wieso redet er denn so Drumherum? Wird das hier ein Liebesgeständnis? Und wieso muss er auf mich aufpassen? Ich wollte das fragen aber zum einen wollte ich ihn erstmal zu ende reden lassen und zum anderen hasse ich es wenn Leute mich unterbrechen beim Reden, deswegen mache ich das auch ungern.

>>Ich.. kannte dich eigentlich schon länger als drei Jahre. Und deine Fähigkeiten kannte ich auch schon..<< wieder eine Pause.

>>Ich arbeite für einen
Geheimdienst! Für die O.E.C.<<

Ich sah ihn fassungslos an. All die Jahre hat er mich angelogen, und dann verlangt er von mir ernsthaft, dass ich nicht sauer werde?

>>Du arbeitest für einen Geheimdienst? Und wieso erfahre ich das erst jetzt? Wie kann ich da nicht sauer werden? Und wieso wusste ich nichts von meiner Fähigkeit?<< Ich überhäufte ihn mit Fragen. Aber das war doch selbstverständlich, in so einer Situation kann man doch nicht anders reagieren.

Er schien zu überlegen. Ich war wirklich enttäuscht, wütend und geschockt. Erst nach drei Jahren. Vor allem, dass mir das erst jetzt gesagt wird, nach meinem neunzehnten Lebensjahr.

>>Naja.. ich wollte halt das du noch dein Studium beenden kannst. Und damit du ein normales Leben führen kannst, so wirst du nur verfolgt und dein Leben besteht nur darin sich zu verstecken. Ich wollte nur das beste für dich. Du bedeutest mir wirklich viel. Anfangs war das für mich nur ein Job den ich erledigen muss aber mittlerweile beschütze ich dich nicht weil ich es muss oder weil es mir jemand gesagt hat sondern weil ich es will. Ich will nicht das dir irgendetwas zustößt. Es tut mir leid das du es so erfahren musstest.<< Er spach immer leiser. Ich wusste nicht was ich darauf antworten sollte. Ich betrachtete ihn einfach und war sprachlos. Er sah auch kurz zu mir aber dann auch wieder zur Straße.

>>Tja zu spät.<< brachte ich nur hervor. >>Und du hast dich nur mit mir angefreundet wegen deinem Job.<< Das war keine Frage, es sollte eine Ausage sein. >>Ich dachte ernsthaft das du.. ach egal!<<
Ich wollte etwas sagen aber beließ es dabei. Es würde nur noch mehr Ärger machen.

>> Weißt du was. Ich ertrage das nicht länger. Lass mich hier raus. Ich kann dir nicht mehr in dein Gesicht
sehen!<< Sagte ich emotionslos.

Ich wollte ihm nicht die Freundschaft kündigen, das wäre auch kindisch, aber ich brauchte etwas abstand.

>>So sauer wie du mir auch bist, ich lasse dich hier nicht raus. Es ist dunkel. Dir kann sonst was passieren! Ich fahre dich nachhause und keine
Widerrede. << Sagte er.

Ich nickte nur, ich hatte wirklich keine Lust noch mehr mit ihm zu reden. Ich sah aus dem Fenster und dachte nach. Was hätte ich denn auch groß machen können? Wenn er sich was fest vorgenommen hat, kann ihn nichts und niemand davon abbringen.

Ich wusste wirklich nicht was ich davon halten sollte.
Ich kann Menschen heilen indem ich singe. Das war doch wohl ein schlechter Witz. Aber wie hätte er sich denn sonst so schnell die Wunde heilen können. Und das von alleine!

Ich hoffte dass das mit dem entführen eine einmalige Sache war. Denn ich bin ja eigentlich nur eine ganz gewöhnliche Frau. Die anscheinend außergewöhnliche Fähigkeiten besaß. Nur hat er gemeint dass das noch häufiger passieren wird.

Ich beließ es dabei und schloss meine Augen. Ich war einfach fertig und müde. Es war auch kein Wunder als ich ein paar Sekunden später einschlief.

Melysin- Gefährliche Wahrheit Lies diese Geschichte KOSTENLOS!