Teil 12 - Unterricht

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Im Gegenteil, sein Griff wurde nur noch stärker und er presste eine Hand auf meinen Mund und zog mich in einen Abzweigenden Gang und dann öffnete er mit der anderen Hand eine Tür...

Der Raum, in welchen er mich schnell gezogen hatte, war der kleinste, den ich seintdem ich hier war gesehen hatte. Ein kleiner Tisch, keine Fenster. Auf dem Tisch ein Buch, Links ein kleiner Schrank und Rechts ein Sofa.

"Was ist das hier?", fragte ich verwundert und betrachtete alles genau. Den Gedanken, wegzulaufen konnte ich vorerst vergessen.

"Mein Zimmer."

"Du wohnst sogar hier?", fragte ich und sah ihn ungläubig an.

Er nickte, dann sah er mich wieder eindringlich an und meinte: "Du darfst nicht wegrennen, dich nicht widersetzen, sonst tun sie dir was."

"Die können mir gar nichts.."

"Sie einfach vorsichtiger, ja?', er klang so besorgt und ernst, dass ich einfach nickte und mich von ihm zu meinem Klassenraum bringen ließ.

Die Köpfe drehten sich, als ich das Zimmer betrat und ich setzte mich.

"Schön, das sie uns auch noch Gesellschaft leisten. Setzen", an der Tafel stand der Trainer von vorhin. "Da jetzt endlich alle anwesend sind können wir ja beginnen.

Für euch bin ich Mr. Tomson, ihr werden von mir in Mathematik, Sport und dem Fach Weltkunde unterrichtet werden.", verkündete er fast feierlich, aber bitter.
Weltkunde, was sollte das sein?

Ein Arm schoss in die Höhe. Jake, ein Junge aus meiner Klasse meldete sich.

Mr. Tomson nickte ihm zu und Jake fragte: "Was meinen sie mit Weltkunde?"

Hatte ich schon erwähnt, dass wir öfter mal Gedanken austauschten?

"Das werdet ihr morgen erfahren. Jetzt gibt es wichtigeres!"

Tolle Antwort.

Nach nur fünf Minuten vergaß ich in welcher Lage ich mich befand. Der Matheunterricht langweilte genauso wie sonst auch immer. Wir hatten erst zwei Stunden Mathe, dann noch drei Stunden Deutsch bei "Mrs. Sam", sie war, im Gegensatz zu den restlichen Erwachsenen, recht locker und machte sogar zweimal einen kleinen Witz. Ja, im Unterricht erschien mir alles irgendwie normal.

Erst als wir zusammengedrängt und scharf bewacht in den Speißesaal geführt wurden, kam das mulmige Gefühl, ein Häftling zu sein, zurück.

10 und ein GeheimnisLies diese Geschichte KOSTENLOS!