Am nächsten morgen wache ich unter höllischen Kopfschmerzen auf. Ich beschließe erst mal eine heiße dusche zu nehmen und anschließend frühstücken zu gehen. Während ich mir etwas Kaffee in eine Tasse schenke, gehe ich in Gedanken nochmal den gestrigen Abend durch.

Ich muss es Emily einfach sagen. Mir bleibt doch nichts anderes übrig, oder? Klar, ich könnte es auch für mich behalten, aber das kann ich ihr doch nicht antun. Matt ist einfach nicht gut für sie und das muss sie einfach endlich kapieren.

Ich schaue auf die Uhr und sehe, dass Kyle in den nächsten paar Minuten vor meinem Haus stehen muss, deshalb stehe ich auf, nehme meine Tasche und ziehe die Schuhe an. Danach öffne ich die Haustüre und warte draußen auf ihn.

Kaum bin ich draußen und warte, kommt er auch schon angefahren. Er hält sein Auto und schaltet den Motor aus. „Du musst nicht jedes mal aussteigen und mir die Türe öffnen, Kyle." Ich lächle ihn an, als er es trotzdem macht.

„Ich mach das gern. Und dir auch einen schönen, guten Morgen." Er drückt mir einen Kuss auf die Stirn bevor ich einsteige und mich anschnalle. Er joggt gemütlich um das Auto herum und steigt auch wieder ein.

„Wie war das Training gestern?" Kyle startet den Motor. Soll ich ihn auf Matt ansprechen? Er ist schließlich der beste Freund von ihm. Er müsste doch wissen, wenn zwischen Ashley und Matt was läuft, oder nicht?

„Ganz gut." Nervös kaue ich auf meinen Fingern rum. Eigentlich habe ich mir das abgewöhnt, erwische mich aber trotzdem immer wieder dabei. „Ist alles okay bei dir? Du siehst etwas verstört aus. Ist nicht böse gemeint, aber irgendwas hast du doch?"

Langsam wende ich meinen Kopf zu Kyle. „Ähm du sag mal. Läuft was zwischen Ashley und Matt?" Verwirrt schaut jetzt auch Kyle von der Straße weg und mir in die Augen. „Nicht das ich wüsste. Aber Matt steht nicht mehr auf Ashley. Das hat er jedenfalls gemeint. Wieso?"

Schnell schüttle ich den Kopf. „Nur so." Er setzt den Blinker nach links und biegt ab. „Okay? Du bist manchmal echt merkwürdig, Lex. Aber ich liebe dich trotzdem." Ich lächle ihn nur an und drehe mich wieder um, damit ich aus dem Fenster schauen kann.

Von weitem sehe ich, dass wir an der Schule angekommen sind und Kyle nur noch einen Parkplatz sucht. Obwohl er eine Beziehung zwischen Ashley und Matt abgestritten hat, lässt mich das Thema einfach nicht in Ruhe. „Glaubst du, Matt würde Mädchen verarschen?"

Fragend dreht sich Kyle zu mir um. Er zieht den Schlüssel aus dem Schloss und fängt an zu lachen. „Ich hab irgendwie geahnt, dass du mich noch was fragen wirst wegen Matt." „Man Kyle, jetzt sag mir doch bitte einfach, ob er so ein Junge ist oder nicht."

Ich erwische mich wieder, wie ich an meinem Fingernagel rum kaue. Man, ich muss damit echt wieder aufhören. „Lex, hör zu. Ich kenne Matt jetzt schon mein ganzes Leben lang. Er ist mein bester Freund. Er hat zwar nicht immer alles richtig gemacht in seinem Leben, aber Mädchen verarschen, dass hat er noch nie gemacht und wird er auch nicht. Und falls doch, dann wäre ich ziemlich enttäuscht von ihm, aber ich kenne Matt und er macht es nicht. Reicht das, oder willst du es schriftlich haben?"

Ich schüttle schnell den Kopf. „Nein, dass reicht so. Ich weiß, du hast es nicht immer leicht mit mir, dass tut mir auch echt leid. Danke Kyle." Vorsichtig lehne ich mich zu ihm hin und fange an ihn zu küssen.

„Wenn ihr rummachen wollt, dann nehmt euch ein Zimmer, wo euch niemand sehen kann." Emily öffnet die Autotüre. Sie strahlt über beide Ohren. Irgendwie glaub ich zu wissen warum. „Schon gut." Kyle und ich lösen uns wieder und wir steigen aus.

„Tut mir leid Kyle. Ich muss Lexi jetzt leider kurz entführen, da ich ihr was erzählen muss." Sie packt meine Hand und zerrt mich von Kyle weg. „Bis später dann." Das ist das letzte, was ich Kyle zurufen kann, bevor er ganz aus meiner Sicht verschwunden ist.

Emily zerrt mich weiter, bis wir in den Toiletten sind. Sie öffnet nacheinander die Türen, um zu sehen, ob wir auch tatsächlich alleine sind. Das macht sie immer. „Also? Was gibt es, dass du mich von Kyle getrennt hast?"

„Hier." Sie hält mir eine Schachtel entgegen. „Was ist da drinnen?" Fragend schaue ich Em an. „Ja mach auf, dann siehst du es." Sie hüpft von einem Bein auf das andere. Ich mach was sie von mir verlangt und öffne vorsichtig die Schachtel. Ich nehme den Brief, der mir als erstes auffällt in die Hand und fange an, die Zeilen zu lesen.

'Für das wunder schönste Mädchen auf der ganzen Welt. Ich hoffe das Geschenk gefällt dir. Ich kann es kaum erwarten, dich morgen zu sehen. xx - Matt.' Ich lege den Brief auf die Seite und schaue wieder in die Schachtel. Eine Kette mit einem Herz liegt drinnen. „Und? Ist er nicht süß?"

Ich lege alles wieder zurück und schließe schnell die Schachtel. Ich muss Em einfach sagen, was ich gestern gesehen habe. Lieber sie erfährt es von mir, als von irgendjemand anderem. „Em, hör zu. Ich muss dir da was sagen." Ich atme tief ein und aus. „Ich habe gestern nach dem Training Matt erwischt, wie er mit Ashley rumgemacht hat. Außerdem verarscht er dich bloß. Sie haben alles geplant. Em es tut mir -"

Sie unterbricht mich. „Ich kann es nicht fassen, dass du echt so was behauptest. Nur weil du Matt nicht leiden kannst, heißt es noch lange nicht, dass du solche lügen erfinden kannst." Geschockt starre ich sie an. „Em ich sage die Wahrheit. Ich habe es selbst gehört."

Sie reist mir die Schachtel aus der Hand. „Ist klar. Und ich dachte wir wären Freunde." Das ist das letzte was sie sagt, bevor sie verschwindet und mich alleine zurück lässt.

* * * * *

•Was haltet ihr von Emilys Reaktion?

•Sorry, dass oich die letzen Tage kein Update gemacht habe, hab aber 10 TAge durchgearbeitet und war dann einafch zu ferti'g um ein neues Kapitel zu schreiben... Hoffe ihr versteht es..

xoxo

Enough. [h.s.]Lies diese Geschichte KOSTENLOS!