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Ich sah aus dem Zugfenster. Die Landschaften flogen nur so an meinen Augen vorbei. Zuerst waren es nur eine Regentropfen, doch schon bald begann es die Regentropfen nur so vom Himmel zu schütteln. Das Trommeln beruhigte mich irgendwie und bevor ich mich versah, war ich in einen tiefen, ruhigen Schlaf gefallen

,,Hey- Endstation." Ich zuckte zusammen. Einen Moment sah ich verwirrt um mich herum, bis mir wieder einfiel wo ich war. Der Mann mit den blauen Augen war aufgestanden.Er sah mich besorgt an. ,,Du hast doch nicht etwas deine Station verschlafen, oder?", hackte er nach. ,,Och, neinein", meinte ich. Schnell ergriff ich meine einzige Tasche, die ich unter meinen Sitz verstaut hatte und stand auf.

Draussen war es schon dunkel und wie ich missbillig bemerkte regnete es immer noch in Strömen. ,,Soll ich dich mitnehmen? Es regnet ziemlich stark, nicht? Ich bin mit dem Auto hier." Das Angebot war tatsächlich verlockend. Das grosse Problem war, dass ich selbst noch nicht wusste wohin ich gehen sollte. Also lehnte ich dankend ab. Der Mann zuckte die Schultern und ich merkte wie mein abwesendes Verhalten ihn irritierte. Der Mann wandte sich schon zum gehen als ich rief: ,,Warten sie!" Der Mann drehte sich um. ,,Wissen sie per Zufall, ob es hier in der Nähe ein Gasthaus gibt?" Der Mann lachte. ,,Da kannst du lange suchen, im Umkreis von 100 km findet man nichts." ,,Oh", Ich musste ja voll in der Pampe gelandet sein. ,,Aber du kannst für eine Nacht gerne bei und übernachten. Meine Frau kann dir im Gästezimmer ein Bett vorbereiten." Ich winkte ab. ,,Danke, aber ist gut so." Schliesslich ging der Mann und ich war alleine. Ich hörte wie der aufbrummende Motor leiser wurde, bis ich ihn schliesslich nicht mehr hörte. Nun war es, bis auf das hartnäckige trommeln der Regentropfen, mucksmäuschenstill.
Ich sah mich um. Der ,Bahnhof' war nicht viel mehr als eine Bank und eine Strassenlaterne. Rund herum sah ich nichts wie Felder, hier und da mal einem Baum. Weit entfernt hörte ich es donnern. Erst jetzt bemerkte ich wie kalt mir war, ausserdem war ich bereits patschnass. Ich wünschte mir der Zug zurück, dort war es wenigstens warm und trocken. Wie um alles zu topen find auch noch mein Bauch an zu knurren und mir viel ein, dass ich heute bis auf ein paar Scheiben Knäckebrot noch nicht gegessen hatte. Ich fluchte laut. Schliesslich seufzte ich schulterte meine Tasche und lief los. Ich würde bestimmt unter einer der Bäume etwas Schutz vor dem Regen finden.

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