Kapitel 2

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Weil der Kellner immer noch vor meinem Tisch steht und ich ihn nicht länger ignorieren kann, frage ich: "Was willst du?"

"Süße, gib mir deine Nummer"

Ich schaue ihn mir von oben bis unten an... ein süßer braun-haariger Typ mit grünen Augen. Ich mag, wenn Menschen sich trauen, das zu erbitten, was sie möchten.

"Von mir aus", sage ich und kritzle sie auf die Serviette. Mit einem Zwinkern und einem breiten Grinsen auf den Lippen verschwindet der Typ in der Küche. Glückliche Menschen...

Dann widme ich mich dem Croissant. Nichts, absolut nichts geht über französische Croissants. Ich lehne mich in dem großen Sessel zurück und denke über mein Leben nach: Seit nun zwei Monaten lebe ich, Zarah Sophia d'Alderoy, mit meinem Bruder Alex in Paris. Alleine, weil unsere Eltern fast nie Zuhause sind. Unsere Mutter, die mich so "freundlich" geweckt hatte, ist internationale Anwältin und oft im Ausland unterwegs, um große Konzerne aus Skandalen rauszumanövrieren. Unser Vater ist Designer und lebt auch in Paris, hat aber Alex und mir ein eigenes Appartement gekauft, weil ihm unsere Partys zu laut waren, und er sich ganz auf seine Kunst konzentrieren möchte. Logisch, dass sich unsere Mutter, wenn sie mal im Lande ist, eher unserem Vater widmet als uns. Was mir aber auch recht ist. Ich glaube nämlich nicht, dass wir immer noch so chillig alleine leben dürften, wenn sie wüsste, was Alex und ich für Mist bauen. Bis vor zwei Monaten haben wir in Marseille gelebt, aber für meinen Vater ist Paris besser, und ganz ehrlich, wer würde nicht gerne in Paris wohnen?

"Hey, chérie"

Ich öffne die Augen. Da steht Alex grinsend und neben ihm ein großer muskulöser Typ.

"Das ist meine Schwester Zarah", stellt er mich vor.

"Salut", begrüßt mich der Typ mit dunkler samtiger Stimme, nicht schlecht. "Ich bin Paul"

Paul ist heiß ohne Frage und er besitzt diese düstere, gefährliche Aura, die mich anzieht. Außerdem dunkelbraunen, fast schwarze Haare und ein markantes Gesicht, in dem die schwarzen Augen funkeln.

"Salut Paul". Ich versuche den rauchigen sexy Ton aus meiner Stimme zu bannen, denn Alex ist ja dabei. Ganz aber gelingt es mir nicht. Er mustert mich und anscheinend fällt das Urteil zu meinen Gunsten aus. Er grinst.

"Was wollt ihr jetzt machen? ", frage ich, esse den letzten Rest meines Frühstücks.

La Vie Parisienne - ein Badgirl in der Stadt der LiebeLies diese Geschichte KOSTENLOS!