Angespannt sitze ich neben Maria Hill und Phil Coulson. Ich wippe nervös mit meinen Beinen auf und ab und mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Liebend gerne wäre ich nurn einfach gegangen, doch das kann ich ja nicht bringen.

Fury wollte mich in genau sieben Minuten sprechen. Das sind sieben zu viel. Ich sehe wie Captain Steve Rogers und Agent Natascha Romanoff das Gebäude betreten.

,,Hat Ihnen die Nervosität selbst den Sarkasmus verschlagen?"

Ich verdrehe genervt die Augen. Steve mag mich nicht, das ist mir klar. Und ich mag ihn nicht, das ist auch ihm klar.

,,Wie lustig unsere wandelnde Amerika Flagge doch heute ist.", murmelte ich und grinse ihn dann vollkommen ironisch an. ,,Geht es Ihnen gut, Romanoff?", frage ich dann, als ich Natascha ansehe, die ihren Blick auf einen Punkt irgendwo hinter meinen Kopf gerichtet hat.

,,Mir geht es gut, Miss Collins. Danke.", antwortet sie dann. Ich nicke ihr skeptisch zu, doch das registriert sie scheinbar nicht. Sie verhält sich schon seit längerer Zeit sehr komisch. Ich habe das Gefühl, sie verschweigt uns etwas. Sie und Fury.

Normalerweise ist Tascha sehr talentiert, was Lügen betrifft, oder etwas vertuschen, doch diese Sache scheint ihr sehr zu zusetzen.
Mir würde so etwas nicht passieren.

Egal. Ich mag Natascha. Sie mich auch. Ich mag alle S.H.I.E.L.D. Agenten. Nur Rogers kann ich nicht leiden, aber da er S.H.I.E.L.D. nicht wirklich verpflichtet ist, löst es dieses Problem nun auch.

Maria wendet sich an mich. ,,Sie simd jetzt dran, Miss Collins."

Ich atme einmal tief durch und erhebe mich dann.

Mir wird die Tür geöffnet und ich lasse mich auf dem Stuhl, der vor Direktor Fury steht nieder.

,,Miss Collins...", murmelt er und mustert mich streng mit seinem Auge, welches nicht unter seiner Augenklappe verborgen war.

Ich hoffe in jenem Moment nur, er würde es kurz machen.

Eine Zeit lang erzählt er über meine Stärken und Schwächen.
Welche Schwächen? Ich habe keine.

Ich bin scheinbar zu arrogant, selbstverliebt und egozentrisch.
Okay. Das stimmt.

Schließlich schiebt er mir eine Akte zu, während sein Blick noch immer ernst und streng auf mir liegt.

,,Sie sind befördert. Willkommen bei S.H.I.E.L.D., Agent Collins."

Ich atme erleichtert auf. Ich habe es geschafft. Ich habe es tatsächlich geschafft.

Ich bin die Beste.

Er nickt mir zu, woraufhin ich mich erhebe, mich drehe und Richtung Tür schreite.

,,Agent Collins.", wirft er plötzlich noch einmal ein.

,,Ich würde mit Ihnen gerne über die Rächer Initiative sprechen."

~||~

Ich sehe an dem großen Gebäude empor. Diese Glasröhre, die man Stark-Tower nannte, war doch sehr beeindruckend.

Ich klingele und einige Sekunden später wird mir die Tür geöffnet. Es ist alles sehr modern hier drin. Viel Glas und Mamor. Ich werde im Eingangsbereich gescannt. ,,Agent Collins ist hier, Sir.", sagt eine Stimme und ich erschrecke mich beinahe zu Tode.

Erst jetzt kommt Tony Stark auf mich zu und winkt mich herein, nachdem ich meine Jacke ausgezogen habe. Ich setze mich auf das weiße Ledersofa und er bietet mir einen Drink an. Natürlich nehme ich an und trinke einen Schluck.

,,Sie sehen gut aus.", sagt er. Ich lächele ihn kokett an und nehme noch einen Schluck.

Unauffällig sehe ich mich um. Ist Pepper Potts im Haus? Ich hoffe es nicht. Das könnte womöglich peinlich werden.

,,Erzählen Sie etwas über sich.", sagt Tony dann.

Ich überlege einen Moment.

,,Mhh... Nun... Meinen Vater kenne ich nicht. Meine Mutter und mein Stiefvater haben einst Bruce Banner adoptiert. Wir waren unzertrennlich. Er war so gesehen wirklich mein Bruder. Doch als er sein Studium begann sahen wir uns kaum noch und nach seiner ersten Transformation zum Hulk brach unser Kontakt ab. Ja...danach wurde ich von AIM entführt und durch Forschungen und einem Serum zu dem gemacht, was ich jetzt bin."

Ich seufze. ,,Mehr gibts da nicht."

Er zieht die Luft ein. ,,Puh, das klingt nach ziemlichen Chaos."

Ich antworte ihm nicht und lege den Kopf in den Nacken, wodurch ich versuche möglichst attraktiv auszusehen.

,,Also Ellie, was wird das denn?", lächelt er verführerisch und setzt sich.

Ich drehe mich zu ihm und lege den Kopf schief. Ich klimpere ihn mit meinen blauen Augen entgegen.

Nun lehnt er sich über mich und stützt seine Arme neben mir parallel von einander ab.

Wie von Zauberhand zieht er mir den Pullover aus und drückt seine Lippen auf meine.

Ich vergesse mich und tue es ihm gleich, ehe meine Hände zu seiner Hose wandern.

,,Ach Ellie, wir wollen nichts überstürzen." flüstert er.

,,Ich überstürze gerne, wissen Sie.", antworte ich.

,,Ich bin halt die Beste."

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