Erstes Kapitel

128 6 0


'Mir ist schlecht! Mir ist furchtbar schlecht!' Ist der einzige Gedanke den ich fassen kann. Ich habe keine Ahnung wo ich bin, doch ich weiß, dass mir kotzschlecht ist und ich dringend was dagegen tun muss. Zudem fange ich an die restlichen Teile meines Körpers abzuchecken. Dabei stelle ich fest, dass ich ebenso dröhnende Kopfschmerzen hab, doch glücklicherweise hört damit auch schon die Liste meiner körperlichen Beschwerden auf.

Langsam kehrt auch mein Verstand zurück und mir wird klar, dass die Bettdecke viel zu weich und seidig für das Hotelzimmer ist in dem ich mit Trish wohne. Also zwinge ich mich langsam die Augen zu öffnen. Die grelle Sonne Nevadas brennt mir in den Augen die ich einen Spaltbreit geöffnete hatte. Sofort stöhne ich auf und kneife sie wieder zusammen. Der kurze Augenblick hat mir allerdings gereicht um festzustellen, dass das hier eindeutig nicht mein Hotelzimmer ist. Scheiße! Wo bin ich hier nur gelandet??? Ich meine, ich hatte doch nicht etwa einen...einen One Night Stands, oder?? Oh Gott ich werde vor Peinlichkeit im Boden versinken! Ganz sicher! Aber wie der Name schon sagte, war es immer nur eine Nacht und danach verschwand man immer. Und da ich mir nicht die Blöße geben wollte mich rausschmeißen zu lassen musste ich mich wohl oder übel aus dem Bett quälen. Also öffnete ich erneut die Augen und stöhnte gequält auf. Schwerfällig und mit dröhnendem Kopf setzte ich mich auf und legte meinen Kopf in meine Hände. "Scheiße!" Stöhnte ich, während ich meine Beine langsam auf dem Boden absetzte.

Ich blickte mich im Schlafzimmer um und stellte fest überrascht fest, dass ich mich nicht in einem gewöhnlichen Hotelzimmer befand. Nein es war ein Penthouse zumindest wirkte es so. Ich lag in einem Kingsizebett mit einem Haufen Kissen mit Blick auf die Skyline von Las Vegas. Wenn hatte ich den bitteschön aufgerissen, dass sich derjenige sich sowas leisten konnte? Mich hatte ja schon das kleine Hotelzimmer mein Ersparnis gekostet und wie ich den Rückflug finanzierte, musste ich mir noch überlegen.

Mühselig stand ich auf, musste mir aber die Hand vor den Mund halten, um mich nicht zu erbrechen. Erschrocken stellte ich fest, dass ich nur noch meine Unterwäsche trug. Naja aber wenigstens die noch! Nackt wäre eindeutig schlimmer gewesen. In ganz langsamen Schritten ging ich zu dem angeschlossenen Wohnzimmer des Penthouse. Alles war in Pastellfarben gehalten und sah aus wie aus der Neuste Ausgabe von schöner wohnen. Mein Kleid lag ordentlich über der Rückenlehne eines breiten Sessels. Schnell schnappte ich es mir und zog mir das kurze Partykleid an. Meine Schuhe stand daneben und leidergottest hatte ich keine anderen dabei und so schlüpfte ich schnell in die Killer-High-Heeles. Ich griff mir in meine Haare, die aussahen wie ein Vogelnest und wollte in dem Moment gar nicht wissen wie mein Gesicht aussah. Normalerweise schminkte ich mich kaum, meistens nur Maskara, doch gestern war ich natürlich der Ansicht gewesen, dass ganze Program aufzufahren. Lidschatten, Rouge, Make-up, Lippenstift und sonst noch so ein Haufen.

Ich schüttelte entsetzte den Kopf und beschloss, denn ganze Scheiß einfach zu vergessen und ins Hotelzimmer und zu Trish zu gehen. Bei meinem ersten Schritt fiel ich fast um, da ich in meinem verkaterten Zustand nicht wirklich im Stande war auf diesen beschießenen Schuhe zu laufen. Also stützte ich mich an der Wand ab und lief langsam und mühsam durch das gigantische und absolut durch designte Hotelzimmer. Gerade wollte ich eine Tür öffnen die hoffentlich auf den Flur oder ins Bad führte, da öffnete sich zu meiner Rechten eine Tür und ein junger Mann trat aus einem art Wohnzimmer zu mir in den Raum. Ich hörte aus dem Raum woher er kam, mehrer verschiedene männliche Stimme, die alle zu diskutieren schienen.

Vor mir stand ein junger Mann der fest größer als ich war und mich breit angrinste. Seine Füße steckten in braunen Lederschuhe, die oben einmal ungeschlagen waren. Seine lange Beine steckten in einer schwarzen Jeans die sich perfekt an Sie schniegten. Darauf trug er ein lässiges schwarz-weiß t-Shirt, mit irgendeinem Muster. Allerdings konnte ich das nicht erkennen denn darüber trug er teilweise eine Lederjacke. Damit wirkte er allerdings nicht lächerlich sondern einfach nur perfekt gestylt. Mein Blick wanderte weiter nach oben zu einem gesicht. Er hatte blonde Haare, allerdings wirkte es so als würde sich die Farbe langsam rauswaschen, doch nicht wie bei Mädchen auf eine hässliche Weise sondern eher auf eine coole und lässige Weise. Wirkte irgendetwas an diesem Typ hässlich oder deplatziert?! Anscheined nicht, denn als ich anfing sein Gesicht zu Mustern würde es nur besser. Mich blickten zwei Paar eisblauer, belustigter Augen an. Sie wurden von dichten Wimpern eingerammt. Seine Augenbrauen hatte er überrascht in die Höhe gezogen, wodurch sich seine Stirn kräuselte. Zwischen einen Augenbrauen bildete sich dadurch einen stelle die ich sehr gerne mit meinen Lippen liebkosen würde. Sein Mund war zu einem schiefen grinsen verzogen was ihn nur noch besser aussehen ließ. Verdammt dieser Typ war einfach unglaublich heiß.

"Wer bist du?" Fragte ich mit heiserer Stimme, nachdem ich ihn ausgiebig gemustert hatte. Anscheinend hatte er es bemerkt denn er schüttelte amüsiert den Kopf und lachte dabei leise und so sexy.
"Scheint als hättest du einen Filmriss. Kein Wunder bei dem was du gestern weggekippt hast. Aber um deine Frage zu beantworten: Ich bin Niall Horan und dein Ehemann!" Er hielt seine linke Hand hoch an der am Ringfinger ein schlichter Ring glänzte. Vollkommen überwältig und geschockt starrte ich ihn und den Ring an. Plötzlich hatte ich das Gefühl meine linke Hand wäre um einiges schwerer als normalerweise. Als ich an ihr herab blickte stellte ich fest, dass dort ebenfalls ein Ring vorhanden war. Er war aus feinem Silber der eine feingliedrigd Fassung hatte in der mehrer Steine so angeordnet waren, dass es aussah als würde ich eine Schneeflocke tragen.

Alles um mich herum schien sich zu drehen, ebenso wie mein Magen. Voller Panik riss ich die nächstbeste Tür auf, die mich glücklicherweise nicht nach Narnia, sondern in ein Bad führte. Ich stürzte in es und ließ mich ohne Blick auf Verluste vor der Toilette hinfallen. So schnell ich konnte, riss ich den Deckel auf und leerte meinen kompletten mageninhalt.

Bitte stimmt ab. Würde mich auch sehr über Abonnenten freuen!

Plötzlich verheiratetLies diese Geschichte KOSTENLOS!