Kapitel 2: Fort.

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»Wir haben diesen Elfen vor einem Sonnenlauf im Südosten des Kargen Landes gesehen, wie er mit vielen Menschen Strabanvögel gefangen hat«, sagte Korosch.

»Aber was will er mit ihnen?«, fragte Shana.

»Vielleicht um ihr Fleisch und das Gefieder zu nutzen. Sie sind leicht zu halten und geben viel Fleisch. Das Gefieder lässt sich zudem gut zu Kleidung machen«, vermutete der Rakshasa.

»Wir sollten uns auf den Weg machen, es ist noch ein weiter Weg«, beschloss Grayden und stand auf. »Wir danken euch, Schamane, dass ihr uns die Welle gezeigt habt und an eurem Feuer sitzen durften.«

Der Schamane nickte.

»Es wäre unhöflich gewesen, sie euch nicht zu zeigen.«

Ramloc sah im Augenwinkel immer noch den Schädeldolch wie er ihn anstarrte. Zusammen verließen sie die Höhle und die Wärme des Tages schlug über sie herein. Die Sonne stand hoch und sie fingen an zu schwitzen. Schnell gingen sie zurück ins Dorf um sich in den Schatten des Mammutbaums zu setzen.

»Endlich. Dieser Dolch hat mich die ganze Zeit angestarrt. Wi-der-lich.«

Ramloc schüttelte sich.

Der Rakshasa wusste, dass der Dolch ein alter Trick des Schamanen war. Warum der Schamane das tat, wusste er nicht aber der Biestmann schwieg.

»Die Höhle und der Schamane gruseln mich immer mehr«, stimmte die Rikshasa zu.

»Dann lasst uns los reiten«, rief Magnus.

»Noch ist es zu heiß. Unsere Feren würden nicht lange durchhalten. Heute Abend ist es kühl genug und wir reisen nachts und rasten tagsüber«, sagte Grayden.

»Gut entschieden. Seit bis dahin auch weiterhin willkommen. Ich werde euch noch das Dorf zeigen wenn die Mittagshitze vorbei ist«, sagte der Biestmann.

»Ich habe noch eine Frage an euch, Rakshasa. Wer ist die Frau, die uns auf der Reise hierher so feindselig gesinnt war?«

»Nashara. Sie hat den Jungen zum Ritualfelsen gebracht und sie war dafür verantwortlich, dass dem Jungen nichts passiert. Die Löwinnen die ihr getötet habt, waren Teil ihres Rudels.«

»Sie kann sich in eine Löwin verwandeln?«, fragte Shana.

Lironzor warf dem Rikshasa einen warnenden Blick zu.

»Nein. Sie hat in einiger Entfernung gewartet um uns mitzuteilen, wenn ein Totem meinen Sohn gewählt hat. Sie ist eine Biestfrau, deren Temperament ihren Verstand überflügelt aber sie hat ein gutes Herz und ist eine tapfere Frau.«

Shana glaubte ihm nicht aber die Biestmänner sollten ihre Geheimnisse und Mythen auch weiterhin behalten.

»Vielleicht wäre es dann angebracht uns bei ihr zu entschuldigen?«

»Sie würde euch nicht verzeihen, dafür kenne ich sie zu gut. Außerdem trauert sie eine Woche und wird euch nicht anhören. Danach wird sie Wiedergutmachung fordern, doch ich werde sie überzeugen, das dies nicht notwendig sein wird.«

»Das wäre sehr freundlich von euch Rakshasa. Ungern würden wir Feinde bei den Biestmännern zurücklassen. Ihr und euer Volk habt eine tiefe Verbindung mit der Natur und untereinander, da wollen wir nicht Wut oder Zorn zurücklassen. Dennoch möchte ich ihr eines der Felle geben, dann kann sie ihrer Gefährten gedenken.«

»Gut gesprochen, Shana. Ich denke, das ihr Gemüt damit zur Genüge besänftigen wird. Lasst uns noch etwas essen bevor wir euch Lebwohl sagen müssen«, antwortete der Anführer.

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