Die Reise beginnt...

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"Wie bitte?!" Lianne sah entzetzt auf Vanilla herab. "Warum sollte ich mit dir irgendwo hingehen?!" Sie schnappte sich den zweiten Rucksack und lief auf ihr Haus zu. "Mom! Mom ich bin da!" Normalerweise tauchte Yvelle immer in der Tür auf, wenn Lianne von der Schule kam. Irgendwas war faul. "MOM!" "Sie wird dir nicht antworten", hörte sie plötzlich eine leise Stimme sagen. Lianne drehte völlig durch. "Was soll das heißen? Was hast du mit ihr gemacht?" "Es geht ihnen gut! Ich wusste, dass ich dich hier nicht weg bekomme, also habe ich dafür gesorgt, dass sie Urlaub machen. Sie sind alle drei weg. Ich hab gesagt wir zwei würden hier auf alles aufpassen. Deine Mutter vertraut mir, deshalb sind sie gegangen." das klang wie in einem schlechten Film.

Lianne's Herz schlug ihr bis zum Hals. Sie musterte das kleine Mädchen von oben bis unten. Dieses unschuldige Ding hatte am Anfang so süß und lieb und verwirrt gewirkt, jetzt schien das alles verschwunden. "Können wir?" "Wo geht's hin?" Soll ich wirklich mit? Ich weiß ja gar nicht was sie von mir will. "Wir gehen in den Einhornwald!" Sie sagte das so selbstverständlich, dass Lianne plötzlich lachen musste. Da war sie wieder, die süße kleine Vanilla... "Es gibt keine Einhörner", sagte Lianne dann. "Gibt es doch! Und etwas ist ganz fürchterlich schief gegangen und jetzt brauchen wir Hilfe von jemandem, der glaubt! Ich dachte DU glaubst an uns!" Plötzlich fing sie an zu weinen. Lianne nahm sie erschrocken in die Arme und versuchte sie zu trösten. "Und es ist wirklich niemand zu Hause?", fragte sie vorsichtshalber noch einmal. "Niemand", bestätigte Vanilla. "Also dann gehen wir!" Vanilla strahlte sie an. "Ich hab alles eingepackt: Zelt, was zu essen, Wasser und ein Feuerzeug!" "Was ist mit anderer Kleidung? Ich hab immer noch meine Schuluniform an." "In deinem Rucksack befinden sich ein paar Pullover und noch eine Hose, dass muss reichen!" Lianne seufzte. "Gehen wir?" Vanilla strahlte. Dann drehte sie sich um und lief in Richtung Berge davon.

Lianne beeilte sich ihr zu folgen. Einige Zeit liefen sie schweigend nebeneinander, den steinigen Weg entlang, der aus Qilinville hinaus führte. Nach einiger Zeit machten die Felder saftig grünen Wiesen platz und die Sonne tauchte die Umgebung in ein angenehmes Licht. Schließlich sprach Lianne die Frage aus, die ihr schon seid langem im Kopf schwirrte: "Was meintest du eigentlich mit es ist was fürchterlich schiefgegangen? Und an was soll ich glauben?" "Na an Einhörner! Ich habe gehört, wie du mit einem anderen Mädchen über uns gesprochen hast! Du wirktest sehr überzeugt." "Hast du mich belauscht?! Und Moment mal...über UNS?!" "Das ist eine lange Geschichte und es wird die Zeit kommen, sie zu erzählen. Aber jetzt sollten wir uns einen Platz zum schlafen suchen, es wird bald dunkel." Lianne sah sich um. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie schon so weit gelaufen waren. Die Sonne stand bereits tief am Horizont und in der Nähe konnte man einen Wald erahnen, hinter dem sich majestetische Berge befanden. "Hast du Hunger?", fragte Vanilla. Lianne nickte. "Ein bisschen." "In deinem Rucksack findest du etwas Brot und Käse, ich geh in der Zwischenzeit Wasser holen." Sie drehte sich um und war plötzlich verschwunden. Lianne blieb alleine zurück.

Es ist ein Einhorn?!Lies diese Geschichte KOSTENLOS!