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Ich ließ meine Mom los und lächelte sie an. Sie streichelte mir über den Arm und schickte mich zur Tür.

"Du packst das schon"

Meine Beine zitterten, als ich auf die Tür zu lief. Es klingelte wieder. "Patty, mach die Tür auf", hörte ich Elinas ungeduldige Stimme. Ich atmete noch kurz durch, dann öffnete ich die Tür.

Elina stand dort, sie sah ordentlich aus und roch frisch geduscht. Sie war schlicht geschminkt, was sehr schön aussah. Insgesamt, sie sah gerade so wundervoll. Ich wollte sie nicht verletzten, sodass die Schminke verschmierte.

Aber ich musste.

"Hey, Darlin'. Was ist passiert?", fragte sie mich.

Ich bat das Mädchen in das Haus und meinte: "Zieh dir erst Mal die Schuhe und den Mantel aus und komm rein. Es könnte etwas länger werden"

Verwirrt folgte sie meiner Bitte und zog die hohen Boots aus. Die Jacke hing sie an den Harken. Dann führte ich sie mit wackeligen Beinen weiter. Im Wohnzimmer saß meine Mom mit einem Buch auf dem Schoß. Sie nickte mir lächelnd zu. Ich erwiderte das Lächeln und ging die Wendeltreppe hoch und dann in mein Zimmer.

Dort setzte ich mich auf meinen Schreibtischschuhl und bot Elina das Bett an. Nervös setzte sie sich und ich konnte deutlich sehen, dass sie ungeduldig war.

"Hey, was ist denn?"

"Elina, ich muss mit dir reden. Mir ist in letzter Zeit einiges klar geworden, über dich, mich und unsere Beziehung. Viel hat sich geändert, seitdem ich von der Klassenfahrt wieder gekommen bin. Ich habe mich geändert, du hast dich geändert und ich habe das Gefühl, dass weder du, noch ich so wirklich eine Beziehung aus Liebe führen. Deine Augen glänzen nicht, wenn wir uns sehen und die Küsse zwischen uns sind ohne Gefühle. Aber ich habe jemanden kennen gelernt, der mir das Gefühl von Liebe gibt. Diese Person hat mir bei gebracht, was es heiß, geliebt zu werden und selber zu lieben. Immer wenn ich sie sehe, fühle ich mich frei und ich kann mit ihr über alles reden. Ich hätte es früher bemerken sollen. Mit der Beziehung zwischen uns habe ich diesem Jemand sehr weh getan und mir selbst tut es weh, zu sehen wie sehr ich Leute verletzten kann. Aber Elina, ich möchte eine Beziehung aus Liebe führen. Verstehst du? Du bist eine tolle Frau, du kannst hübsch und humorvoll sein und ich würde ich als Partnerin nehmen, wenn mein Herz nicht schon vergeben wäre. Aber es geht nicht. Und ich würde es auch nicht anders wollen. Elina, du hast mich nicht verdient. Ich kann dir nicht die Wünsche erfüllen, die du hast. Ich kann dich nicht so liebevoll küssen, wie du es dir wünschst. Es tut mir Leid. Ich kann diese Beziehung nicht mehr weiter führen. Es tut mir so Leid", flüsterte ich und schluckte schwer. Ich fühlte, dass mir Tränen in die Augen stiegen, deshalb blinzelte ich und sah nach oben.

"Patty... Ich muss dir auch was sagen", meinte Elina leise und stand aus.

Verwirrt sah ich zu ihr und bemerkte, dass Elina mich musterte.

"Erstens: Du bist ein Arschloch und Zweitens: Ich bin selber eines. Ich habe mit jemandem geschlafen. Und leider öfters. Er ist verdammt attraktiv, charmant und intelligent. Ich glaube, ich habe mich in ihn verliebt. Er heißt Connor und wohnt hier in der Nähe"

Ich schmunzelte. Sie hatte auch jemanden gefunden.

"Das freut mich für dich", meinte ich wahrheitsgemäß.

"Das ändert nichts daran, dass du ein Arsch bist", meinte sie nachdrücklich. Ich nickte und umarmte sie.

"Danke, dass du mich nicht umbringst"

"Warum sollte ich?", fragte sie verwirrt.

"Weil die Person ein Mann ist"

"Warte, du bist schwul? Oh Mein Gott, wie süß! Wie heißt er, wie alt ist er, woher kennt ihr euch, hattet ihr schon Sex?-"

"Elina, lass mich atmen" Ich atmete übertrieben tief durch und begann, ihr zu erzählen, was zwischen Jordan und mir war. Ich wusste, ich konnte ihr vertrauen. Sie war wieder die, in die ich mich in der Unterstufe verliebt hatte, bevor ich schwul geworden war.

Ihre Wangen waren leicht gerötet, so aufgeregt war. "Wie cool, ich habe einen schwulen Ex-Freund!"

Ich lachte erstickt. Sie freute sich darüber, dass ich mit ihr Schluss gemacht hab und ihr gebeichtet habe, dass ich schwul bin. Mädchenlogik!

"Ja, aber du musst dann aber diesem Jordan sagen, dass du ihn liebst, das ist dir klar, oder? Ich mein, wenn er dich mit auf eine Hütte mit nimmt, nur damit ihr Zeit für euch habt und wie du gesagt hast, richtig liebend küsst, dann ist er auch in dich verliebt! Ich schwöre es! Er liebt dich verdammt noch mal! Und du ihn auch. Also schwing deinen geilen Arsch zu ihm und sag ihm, dass du ihn liebst. Jetzt mach schon"

Ich nickte und stand auf.

"Danke, dass du es so gut aufnimmst"

"Kein Thema"

Ich lächelte sie an und umarmte sie noch einmal.

"Aber jetzt geh zu ihm. Sonst macht er noch was dummes. Auf, jetzt mach schon"

"Ja, ich geh ja schon", lachte ich und ging die Wendeltreppe runter. Dort saß meine Mom und sah mich erwartungsvoll an. Als Elina hinter mir auftauchte, lächelte sie.

"Geklärt?" Ich nickte "Geklärt"

"Also, kommst du jetzt?", fragte Elina ungeduldig. Sie war ja mal echt darauf aus, Jordan und mich zusammen zu bringen.

"Wohin geht ihr?", fragte meine Mom verwirrt.

"Wir verkuppeln Patty jetzt mit der Person, die er liebt", meinte Elina und zog mich zu der Garderobe. Sie besah sich die Schuhe, dann sah sie zu mir und schüttelte den Kopf.

"Nein, so kannst du nicht gehen. Wir suchen dir jetzt was schönes zum Anziehen aus, dann gehen wir", bestimmte sie und zog mich wieder in mein Zimmer.

Dort zerrte sie mehrere Klamotten aus dem Schrank. Nach ewig langer Suche entschied sie sich für eine schwarze Skinny-Jeans und ein weißes Shirt. Dazu gab sie mir meine grauen Vans und den schwarzen Mantel.

Sie schob mich schon fast zu dem Auto und setzte sich auf den Beifahrer. Dann meinte sie: "Jetzt fahr schon los!"

Ich steckte den Schlüssel in das Zündschloss und startete den Wagen.

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