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Wütend schmiss ich mein Handy auf das  Bett. Schon zwei mal hatte ich versucht ihn anzurufen und kein einziges mal hatte er abgenommen. Ob ich vielleicht zu ihm gehen sollte? Besser nicht, sonst gehe ich ihm noch auf die Nerven.
Ich setzte mich wieder vor den Laptop und shoppte im Internet Klamotten,als es an der Tür klingelte. Vielleicht war er das ja.

"Papaaa, ich mache auf", schrie ich gut gelaunt durch das Haus und riss die Tür auf.

"Hallo Emily", vor mir stand meine beste Freundin Leonie.

"Oh shit,waren wir verabredet?" Mit einem schlechten Gewissen ließ ich sie ins Haus.

"Nein, aber da Du seit Tagen nicht mehr zurück rufst, musste ich mich selbst davon überzeugen,dass du noch lebst."

Sie ließ ihre Handtasche auf den Boden fallen, als mein Vater dazu kam.

"Hallo Leonie, schön das du mal wieder da bist."

Ich sehe genau, wie sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitet. Mir ist schon längt klar, dass sie für ihn schwärmt.

"Hallo Christian, endlich jemand der meine Anwesenheit zu schätzen weiß."

"Was soll denn das heißen? Ich wollte mich wirklich bei dir melden, es ist nur..."

Bevor ich meinen Satz beenden konnte, höre ich das Klingeln meines Handys. Schnell renne ich zurück in mein Zimmer und ziehe es unter der Decke hervor. Samuel steht auf dem Display.

"Hallooo, schön das du anrufst."

"Klar, ich hatte zwei Anrufe in Abwesenheit von dir. Was gibt´s denn?"

Irgendwie klang er komisch. Kam er vielleicht gerade vom Sport?

"Warst du im Fitnessstudio?"

"Ähm, wie kommst du darauf?"

"Du klingst ziemlich erledigt."

"Ohja, das bin ich auch. Sag mal, Baby...hast du heute schon etwas vor?"

Er wollte sich schon wieder mit mir treffen?

"Tut mir leid, Samuel. Heute ist meine beste Freundin mal wieder an der Reihe, sonst endet das noch im Krieg."

"Kein Problem, melde dich einfach wenn du Sehnsucht nach mir hast", lachte er.

"Mach ich, tschüüs!" Föhlich legte ich auf. Ich vermisste ihn wirklich schon. Dabei hatten wir uns erst gestern Abend noch gesehen.

Als ich wieder in die Küche kam, saßen Leonie und mein Vater in der Küche und tranken Kaffee. Während Leonie meinen Vater anhimmelte, erzählte er irgendwas über die Fußballbundesliga.

"Oh Emily, wer war denn so wichtig?" Meine Freundin funkelte mich neugierig an.

"Samuel...", sagte ich schüchtern und wurde rot.

"Samuel?" Sie stand von ihrem Stuhl auf und kam näher auf mich zu. "Erzähl mir alles."

"Ooohhh, ich sehe schon, das geht mich nichts an. Ich mache mich dann mal wieder an die Arbeit." Grinsend verabschiedete sich mein Vater und ich warf ihm einen Handkuss zu. Als wir wieder alleine waren, setzten wir uns wieder.

"Willst du  wirklich alles wissen?" fragte ich sie.

"Aber natürlich, alle schmutzigen Sachen."

Naja, also schmutzig ging es bei uns ja nicht gerade zu. Wir hatten bis jetzt zwei mal miteinander geschlafen. Und ja, ich nenne es miteinander schlafen und nicht ficken! Ficken klingt einfach zu vulgär.

"Kannst du dich noch an den Jungen erinnern, der in der Pause immer bei uns in der Nähe stand? Der mit den schönen dunklen Haaren und der, der immer seine Kaputze über den Kopf gezogen hatte."

"Aber klar, du hast den immer voll angehimmelt. Sag bloß du hast dich getraut ihn anzusprechen."

"Naja, nicht direkt ich...aber er mich. Um es kurz zu fassen: Wir sind Fickfreunde." Für diese Beziehung gab es einfach keine andere Umschreibung.

"Fickfreunde? Emily Reiser, ist das dein Ernst? Du hast deine unberührte und verstaubte Vagina für eine Fickbeziehung aufgegeben?"

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass sie mir die Ohren lang ziehen würde, aber stattdessen brach sie in schallendes Gelächter aus.

"Meine Vagina war nicht verstaubt."

"Oh doch Süße, das war sie. Und zwar genau 19 Jahre. Aber erzähl mal, wie fandest du es?"

Leonie kannte sich mit dem Thema Sex bestens aus. Ihr erster Freund hatte sich schon mit 16 entjungfert.

"Es hat sehr weh getan und..ich habe geheult.."

Leonie stand auf und nahm mich in den Arm. "Oh Süße, das ist ganz normal. Mir ging es nicht besser. Aber glaub mir, die nächsten Male kannst du jetzt so richtig genießen. Wie ist er denn so?"

Während ich sie anlächelte, spürte ich wie mir Tränen in die Augen stiegen. Was war denn jetzt los?

"Samuel ist wirklich toll. Er sieht gut aus, er bringt mich zum lachen und ist sehr liebevoll. Sein Körper ist der wahnsinn, was daran liegt, das er dreimal in der Woche ins Fitnessstudio geht. Aber am besten Gefallen mir seine braunen Augen und wenn er dieses freche Grinsen aufgelegt hat..."

"Süße, das klingt wirklich wahnsinnig verknallt. Aber ich habe nicht von Samuel geredet, sondern viel mehr von seinem besten Stück."

"Erstens bin ich nicht verknallt und zweitens..du willst wissen, wie sein Penis ist?"

"Und ob du verknallt bist, das merkt doch jeder Blinde. Ja, ich habe von seinem Penis, Schwanz, Glied..."

"Okayokay, ich hab´s verstanden. Da er wie du es nennst 'mein erster Schwanz ist', kann ich da natürlich nicht viel dazu sagen. Aber ich glaube er ist recht...gut gebaut?", drückte ich mich vorsichtig aus.

"Ich kann es immer noch nicht fassen. Meine beste Freundin wurde gevögelt. Süße, das müssen wir auf jeden Fall feiern."

"Feiern das ich entjungfert wurde?" ungläubig sah ich sie an.

"Aber näturlich. Das ist ein großer Schritt im Leben einer Frau."

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