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PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG ***
This text was produced for Project Gutenberg by Mike Pullen and Delphine Lettau. We are releasing two versions of this Etext, one in 7-bit format, known as Plain Vanilla ASCII, which can be sent via plain email-- and one in 8-bit format, which includes higher order characters-- which requires a binary transfer, or sent as email attachment and may require more specialized programs to display the accents. This is the 8-bit version. This book content was graciously contributed by the Gutenberg Projekt-DE. That project is reachable at the web site http://gutenberg2000.de. Dieses Buch wurde uns freundlicherweise vom "Gutenberg Projekt-DE" zur Verfügung gestellt. Das Projekt ist unter der Internet-Adresse http://gutenberg2000.de erreichbar. Prinz Friedrich von Homburg Heinrich von Kleist Ein Schauspiel _Ihrer Königlichen Hoheit_ _der Prinzessin_ _Amalie Marie Anne_ _Gemahlin des Prinzen Wilhelm von Preußen_ _Bruders Sr. Majestät des Königs_ _geborne Prinzessin von Hessen-Homburg._ Gen Himmel schauend greift, im Volksgedränge, Der Barde fromm in seine Saiten ein. Jetzt trösten, jetzt verletzen seine Klänge, Und solcher Antwort kann er sich nicht freun. Doch eine denkt er in dem Kreis der Menge, Der die Gefühle seiner Brust sich weihn: Sie hält den Preis in Händen, der ihm falle, Und krönt ihn die, so krönen sie ihn alle. Personen: Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg Die Kurfürstin Prinzessin Natalie von Oranien, seine Nichte, Chef eines Dragonerregiments Feldmarschall Dörfling Prinz Friedrich Arthur von Homburg, General der Reuterei Obrist Kottwitz, vom Regiment der Prinzessin von Oranien Hennings, Oberst der Infanterie Graf Truchß, Oberst der Infanterie Graf Hohenzollern, von der Suite des Kurfürsten Rittmeister von der Golz Graf Georg von Sparren, Rittmeister Stranz, Rittmeister Siegfried von Mörner, Rittmeister Graf Reuß, Rittmeister Ein Wachtmeister Offiziere, Korporale und Reuter. Hofkavaliere. Hofdamen. Pagen. Heiducken. Bedienten. Volk jeden Alters und Geschlechts. Erster Akt Szene. Fehrbellin. Ein Garten im altfranzösischen Stil. Im Hintergrunde ein Schloß, von welchem eine Rampe herabführt.--Es ist Nacht. Erster Auftritt Der Prinz von Homburg sitzt mit bloßem Haupt und offner Brust, halb wachend halb schlafend, unter einer Eiche und windet sich einen Kranz.--Der Kurfürst, seine Gemahlin, Prinzessin Natalie, der Graf von Hohenzollern, Rittmeister Golz und andere treten heimlich aus dem Schloß, und schauen, vom Geländer der Rampe, auf ihn nieder.--Pagen mit Fackeln. Der Graf von Hohenzollern. Der Prinz von Homburg, unser tapfrer Vetter, Der an der Reuter Spitze, seit drei Tagen Den flüchtgen Schweden munter nachgesetzt, Und sich erst heute wieder atemlos, Im Hauptquartier zu Fehrbellin gezeigt: Befehl ward ihm von dir, hier länger nicht, Als nur drei Füttrungsstunden zu verweilen, Und gleich dem Wrangel wiederum entgegen, Der sich am Rhyn versucht hat einzuschanzen, Bis an die Hackelberge vorzurücken? Der Kurfürst. So ists! Hohenzollern. Die Chefs nun sämtlicher Schwadronen, Zum Aufbruch aus der Stadt, dem Plan gemäß, Glock zehn zu Nacht, gemessen instruiert, Wirft er erschöpft, gleich einem Jagdhund lechzend, Sich auf das Stroh um für die Schlacht, die uns Bevor beim Strahl des Morgens steht, ein wenig Die Glieder, die erschöpften, auszuruhn. Der Kurfürst. So hört ich!--Nun? Hohenzollern. Da nun die Stunde schlägt, Und aufgesessen schon die ganze Reuterei Den Acker vor dem Tor zerstampft, Fehlt--wer? der Prinz von Homburg noch, ihr Führer. Mit Fackeln wird und Lichtern und Laternen Der Held gesucht--und aufgefunden, wo? (Er nimmt einem Pagen die Fackel aus der Hand.) Als ein Nachtwandler, schau, auf jener Bank, Wohin, im Schlaf, wie du nie glauben wolltest, Der Mondschein ihn gelockt, beschäftiget, Sich träumend, seiner eignen Nachwelt gleich, Den prächtgen Kranz des Ruhmes einzuwinden. Der Kurfürst. Was! Hohenzollern. In der Tat! Schau hier herab: da sitzt er! (Er leuchtet von der Rampe auf ihn nieder.) Der Kurfürst. Im Schlaf versenkt? Unmöglich! Hohenzollern. Fest im Schlafe! Ruf ihn bei Namen auf, so fällt er nieder. (Pause.) Die Kurfürstin. Der junge Mann ist krank, so wahr ich lebe. Prinzessin Natalie. Er braucht des Arztes--! Die Kurfürstin. Man sollt ihm helfen, dünkt mich, Nicht den Moment verbringen, sein zu spotten! Hohenzollern (indem er die Fackel wieder weggibt). Er ist gesund, ihr mitleidsvollen Frauen, Bei Gott, ich
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